Unser Pflegekonzept

Unser Ziel ist es, älteren Menschen trotz Pflegebedürftigkeit solange wie möglich die Selbständigkeit innerhalb der eigenen Wohnung zu erhalten und Angehörige bei der oft anstrengenden Pflege zu entlasten. Auf dem Weg zu diesem Ziel richten wir unsere Arbeit an unse-rem Leitbild und weiteren strukturgebenden Modellen aus.

Aus Gründen der Aktualität und Pragmatik stützen wir uns in der Planung, der Durchführung und Auswertung der Betreuungs- und Pflegearbeit auf das von Monika Krohwinkel entwickelte Modell der Aktivitäten, Beziehungen und existentiellen Erfahrungen des Lebens (ABEDL). Die ABEDL stellen Oberbegriffe für Aktivitäten dar, die für (fast) alle Menschen maßgeblich sind, um den (All-)Tag selbständig zu bewältigen, wie z.B.: Kommunizieren, sich bewegen, sich pflegen, ruhen und schlafen, essen und trinken, soziale Bereiche des lebend gestalten, usw. Sie helfen uns (wie eine Checkliste) beim Erstellen der individuellen Planung, Durchführung und Auswertung der Betreuungs- und Pflegearbeit.

Der Betreuungs-/Pflegeprozess wird gemeinsam mit dem betreuungs-/pflegebedürftigen Menschen und anderen, an der Pflege beteiligten Personen, gestaltet. Auf die ausführliche Informationssammlung (anhand von Anamnese, Biografie) folgt die gezielte Planung der pflegerischen Handlungen, dann deren Durchführung und zum Schluss die Auswertung der gemachten Erfahrungen. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen ergeben sich neue Handlungsschritte, die in den nächsten Zyklus des Pflegeprozesses einbezogen werden.

Dabei gilt es, Ressourcen zu erkennen und zu fördern, bestehende Bedürfnisse oder Probleme ausfindig zu machen und Maßnahmen zu entwickeln, die dem betreuten Menschen Wohlbefinden ermöglichen. Feste Bezugspfegekräfte sorgen für ein Gefühl der Sicherheit und begünstigen den Aufbau von Vertrauensverhältnissen.

Um die Arbeitsabläufe zu erleichtern und eine hohe gleichbleibende Qualität und Transparenz zu sichern, stützen wir uns auf den Einsatz von eigens entwickelten Pflegestandards für spezielle pflegerische Abläufe und ein professionelles Dokumentationssystem, in dem pflege- und betreuungsrelevanten Daten, Abläufe und Beobachtungen erfasst und eingetragen werden.

Der Verein Statt Altenheim installierte im Jahre 2002 ein eigenes Qualitätsmanagement mit dem Ziel, die Qualität der Pflege und ihrer Rahmenbedingungen zu sichern und ständig weiterzuentwickeln. Die dazu berufene Qualitätsbeauftragte ist zuständig für die Planung, Umsetzung und Steuerung von Qualitätsmaßnahmen und die Beurteilung der Ergebnisse der durchgeführten Maßnahmen in allen Bereichen der Organisation. Sie arbeitet eng zusammen mit der Geschäftsführung und der Pflegedienstleitung.